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Bernhard Schaaf Geschäftsführer Südleasing-Gruppe

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Bernhard Schaaf Geschäftsführer Südleasing-Gruppe

Bernhard Schaaf Mitglied der Geschäftsleitung Südleasing-Gruppe
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Das Leasing von Gebrauchten ist ein Markt mit Zukunft. Den Unternehmensstart können Existenzgründer durch das Leasing von Gebrauchtmaschinen leichter finanzieren, empfiehlt im Interview Bernhard Schaaf, Geschäftsführer der Südleasing-Gruppe in Stuttgart

mav: Herr Schaaf, welche Rolle spielt das Leasing von Gebrauchtmaschinen für die Südleasing?

u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Das Leasing von Gebrauchtmaschinen wird auch für die Südleasing immer wichtiger – auch mit Blick auf unsere europaweiten Aktivitäten.
mav: Welche Branchen spielen dabei eine besondere Rolle?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Im Zentrum steht für uns eindeutig der Maschinenbau. In diesem Bereich des Secondhandmarktes werden gut erhaltene Gebrauchtmaschinen in vielen Ländern gesucht.
mav: Wo liegt das durchschnittliche wertmäßige Volumen der Verträge?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Im Bau- und Gebrauchtmaschinenbereich etwa zwischen 50 000 und 150 000 Euro. Bei Werkzeugmaschinen werden schnell auch mal höhere Größenordnungen erreicht. Im Ausland werden häufig vergleichsweise teure, jüngere Gebrauchtobjekte nachgefragt.
mav: Welche Anforderungen stellt die Finanzierung von Gebrauchtmaschinen an Leasingspezialisten?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Die Anforderungen sind höher als im Neumaschinenbereich. Der Spezialist muss den Wert eines Gebrauchtobjektes einschätzen können. Das setzt Branchen- und Marktkenntnisse voraus. Eine Zusammenarbeit mit Herstellern ist deshalb sinnvoll und empfehlenswert – und, wegen der notwendigen Sicherheit in der Generalüberholung, auch eine Empfehlung für Leasingkunden.
mav: Was unterscheidet das Leasing von Gebrauchten von dem von Neuobjekten?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Die Finanzierungslösungen im Gebrauchtmarkt ähneln bis auf die Laufzeiten und Restwerte den Finanzierungsmodellen für Neuobjekte. Sehr oft werden auch im Secondhandbereich zusätzliche Dienstleistungen und Versicherungen in die Verträge integriert.
mav: Wie beurteilen Sie insgesamt den Markt für Secondhandmaschinen?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Leasinggesellschaften brauchen, wie gesagt, viel Objekt-Know-how für diesen Bereich. Das wird erleichtert, wenn Gebrauchtobjekte in Zusammenarbeit mit Händlern und Herstellern vermarktet werden. Hinzu kommt, dass Leasinggesellschaften in Notfällen des Leasingnehmers den Leasingobjekten als Faustpfand einen höheren Sicherungswert beimessen als Banken bei der Kreditvergabe. Ein Grund dafür liegt darin, dass Leasinggesellschaften selbst notleidende Objekte besser vermarkten können.
mav: Welche Rolle spielt überhaupt die Zusammenarbeit mit Herstellern?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Die Verbesserung des Secondhandmarktes liegt auch imInteresse mancher Hersteller, da sie Neuprodukte oft nur noch bei Inzahlungnahme der Gebrauchtobjekte verkaufen können. Hersteller nutzen diesen Markt auch zur Steuerung des Kaufes von Neuobjekten. Deshalb haben auch die Hersteller Interesse an innovativen Finanzierungsmodellen.
mav: Für wen lohnt das Leasing von Gebrauchtmaschinen besonders?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Im Rahmen der Existenzgründung, insbesondere bei Lohnfertigern und Subunternehmern spielen Gebrauchtobjekte selbstverständlich eine relativ große Rolle, da hier der Einstieg in eine Existenz teilweise besser vollzogen werden kann.
mav: Welche Empfehlungen geben Sie Mittelständlern – insbesondere Existenzgründern – für die Finanzierung von Gebrauchtmaschinen per Leasing?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Grundsätzlich lässt sich der Erwerb aller Gebrauchtmaschinen per Leasing finanzieren. Sinnvoll ist dies aber nur bei relativ „jungen“ Gebrauchten, die nicht älter als drei bis fünf Jahre sind. Die Maschinen müssen in der Regel generalüberholt sein. In jedem Fall sollte ein Wertgutachten vorliegen.
mav: Können beim Leasing von Gebrauchtmaschinen auch steuerliche Vorteile und Fördergelder wie bei Neumaschinen in Anspruch genommen werden?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: In der Regel besteht bei der Förderpraxis kein Unterschied zwischen Gebraucht- und Neumaschinen. In der Regel ist aber darauf zu achten, dass entsprechende Anträge vor der Bestellung gestellt werden. Wer Leasing und Fördermittel gleichzeitig in Anspruch nehmen will, muss aber eine Besonderheit beachten, die in Deutschland ebenso wie in vielen anderen Staaten besteht: Die Inanspruchnahme von Investitionszulagen und anderen Zuschüssen setzt in der Regel voraus, dass ein Leasingobjekt beim Leasingnehmer bilanziert wird. In diesen Fällen kommt nicht Leasing sondern nur ein Teilzahlungskredit oder ein Mietkauf in Frage.
mav: Wie sollte die Politik dafür die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: In Europa und besonders im Eurobereich ist eine Anpassung der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig, um die Rechtsunsicherheit bei der Vermarktung und Finanzierung zu beseitigen. Zumal meines Erachtens die Entwicklung des Leasingmarktes für Gebrauchtmaschinen erst am Anfang steht.
mav: Wo finden Interessenten geeignete Gebrauchtmaschinen?
u003E u003E u003E Bernhard Schaaf: Die Verwertung von notleidenden Objekten wird in der Regel von Leasinggesellschaften in Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten bzw. mit externen Spezialisten gesteuert. Eine Menge Informationen zum Gebrauchtmaschinenmarkt, zu Angeboten und Gesuchen in allen Branchen findet sich im Internet. Auch Hersteller veröffentlichen im Web Gebrauchtmarktseiten.
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