Eine der größten Forschungslandschaften Europas entsteht in Aachen

800 000 Quadratmeter Entwicklung

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Die RWTH Aachen entwickelt sich mit dem RWTH Aachen Campus zu einer der weltweit führenden technischen Universitäten. Mit 19 Forschungsclustern entsteht auf einer Fläche von 800 000 Quadratmetern eine der größten technologieorientierten Forschungslandschaften Europas.

Mit dem RWTH Aachen Campus schafft die Universität ein einzigartiges Leistungsangebot zur Kooperation in fachspezifischen Clustern, in denen die Universität Know-how und eine einmalige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung stellt. Unternehmen wird die Möglichkeit eröffnet, sich mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsressourcen auf dem Campus zu engagieren. Industriepartner erhalten damit auch Zugang zu qualifiziertem Nachwuchs sowie speziellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen. Derzeit befinden sich sechs Cluster auf dem Campus Melaten in der Realisierung: Logistik, Produktionstechnik, Photonik, Biomedizintechnik, Schwerlastantriebe und Nachhaltige Energie. Über 200 Unternehmen engagieren sich bereits auf dem Campus. Mit der Campus-Entwicklung werden bis zu 10 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze erwartet.

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Die Forschungscluster fokussieren sich auf relevante Themen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht durch eine einzelne Wissenschaftsdisziplin, sondern nur ganzheitlich interdisziplinär erforscht werden können. Dies ist das erste wichtige Merkmal des Campus: eine Erweiterung und Ergänzung der Forschung und Entwicklung in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, die den Schwerpunkt der Aktivitäten an der RWTH Aachen ausmacht. Bei den Lösungen wird nach langfristig zukunftssichernden Ansätzen gesucht – die zweite Besonderheit des Campus-Konzepts. Das dritte wichtige Charakteristikum ist der konsortiale Ansatz, der auf dem Campus praktiziert wird, wenn es die Wettbewerbssituation der beteiligten Industriepartner untereinander zulässt. Diese Voraussetzung ist immer bei vorwettbewerblichen Fragestellungen, wie z. B. Werkzeugbau, Innovationsmanagement, Industrie 4.0 etc. erfüllt.
Die Cluster bestehen aus sogenannten Centern. Jedes Center steht für ein relevantes Thema, das betreffende interdisziplinäre Wissenschaftsteam und ein engagiertes Industriekonsortium. Forschungsinteressierte Unternehmen können sich an den bestehenden Centern beteiligen. Darüber hinaus nehmen die Wirtschaftspartner auch eine aktive Rolle bei der Initiierung neuer Center durch die Artikulation ihrer Bedürfnisse wahr.
Der große Vorteil der konsortialen Forschung ist, dass die Industriepartner das erforderliche Budget gemeinsam aufbringen und jeder somit nur einen Bruchteil dessen zu tragen hat, was er alleine leisten müsste. Dies senkt die Einstiegshürde und ermöglicht Unternehmen – insbesondere mittelständischen Unternehmen – ohne großes Forschungs- und Entwicklungsbudget die Teilnahme, bei der zwei Voraussetzungen zu erfüllen sind. Erstens immatrikulieren sich die Unternehmen mit einem jährlich definierten Betrag für einen Zeitraum von fünf Jahren. Damit sie sich aktiv einbringen können, ist zweitens eine räumliche Präsenz auf dem Campus gefordert. Da die aktive Mitarbeit von Unternehmen oftmals nur eine temporäre Anwesenheit erfordert, können sich diese als Gruppe z.B. über das Center Büro- oder Hallenflächen teilen.
Das vierte Merkmal des Campus ist die kooperative Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Diese wird in der Form praktiziert, dass man im Regelfall alle sechs Monate zu einem sogenannten Immatrikuliertentreffen zusammenkommt. Dabei werden vormittags die Projektergebnisse des vergangenen Halbjahres diskutiert und nachmittags die Projekt-Roadmap des nächsten Zykluses definiert. Letzteres basiert auf kalkulierten Projektvorschlägen, auf die die Industriepartner ihre Forschungsbeträge setzen können. Sobald ein Projekt die Finanzierungshürde nimmt, wird es gestartet. Aufgrund der großen Attraktivität der Vorschläge erhöhen Unternehmen oftmals ihr Engagement. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, bilaterale Projekte auf den Weg zu bringen, wenn nur sie daran Interesse haben oder spezifische Erkenntnisse gewinnen möchten.
Die Unternehmen wissen mit Unterzeichnung des Immatrikulationsvertrags genau, wie hoch ihr finanzielles Engagement sein wird. Die fünfjährigen Laufzeiten der Immatrikulationsverträge ermöglichen erst das fünfte wichtige Campus-Merkmal, die kontinuierliche Zusammenarbeit. Der große Vorteil für die Industriepartner ist, dass man sich kurzfristig immer wieder auf die wichtigsten und dringendsten Fragestellungen konzentrieren kann und somit die für die betriebliche Praxis gewünschten relevanten Erkenntnisse gewinnt.
Die Wissenschaft profitiert ebenfalls von der größeren Planungssicherheit auch durch geringere Akquisitionsaufwendungen.
Das Cluster Produktionstechnik
Das Investoren- und Architektenteam für das Cluster Produktionstechnik ist die Immofinanz Group mit Sitz in Wien mit Henn Architekten aus München. Rund 60 Millionen Euro wurde in den ersten Bauabschnitt investiert, der im Herbst 2016 fertiggestellt wird. Der erste Gebäudekomplex des Clusters Produktionstechnik entsteht in der Nähe des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen sowie dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie (IPT) am südlichen Rand des Campus-Boulevards und am künftigen „Campus-Balkon“. In der Cluster-Startphase werden auf ca. 11 000 Quadratmetern Nutzfläche für Büro- und Hallennutzungen ca. 400 Mitarbeiter ihre Forschungstätigkeit beginnen. Dazu kommen ca. 3000 Quadratmeter Fläche für Mantelnutzungen für Gastronomie, Dienstleistung und Service-Einrichtungen. Insgesamt ermöglicht der erste Bauabschnitt mit einer Fläche von 25 000 Quadratmetern Nutzfläche bis zu 800 Wissenschaftlern und Experten namhafter Forschungspartner an der Produktionstechnik der Zukunft forschen zu können.
In diesem Cluster sind mehrere, sich ergänzende und eng verzahnte Initiativen vereint zu den Themen Leichtbau (Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau), Montage von Elektrofahrzeug-Baukästen (Anlauffabrik) sowie die Herstellung von anforderungsgerechten Werkzeugen (Werkzeugbau Akademie). In der Werkzeugbau Akademie haben sich bisher acht Forschungsinstitute der RWTH Aachen sowie 30 namhafte Industriepartner aus den Branchen Automotive, Weiße Ware, Elektroindustrie sowie Gebäudetechnik zusammengeschlossen, unter anderem Audi, BMW Group, Daimler, Kirchhoff Automotive, Gedia, ZF Sachs, Bosch und Siemens Hausgeräte, Hilti, Gira, Gerresheimer, Weidmüller und Phoenix Contact.
RWTH Aachen Campus GmbH www.rwth-campus.com
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