Makino wächst im Exportgeschäft – Zahlreiche Neuheiten zur EMO

70 Prozent mehr Orders aus Europa – Zahlreiche Neuheiten zur EMO

Makino wächst im Exportgeschäft

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Dr. P. Anders Ingemarsson, Präsident und CEO Makino Europe: „Die Investitionen in den Ausbau von Personal und Infrastruktur zahlen sich jetzt aus, und die Aussichten für das Finanzjahr 2017 sind vielversprechend.“ Bild: Kieß
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Mit stabilen Umsatzzahlen hat der japanische Werkzeugmaschinenhersteller Makino das abgelaufene Geschäftsjahr 2016, endend am 31. März 2017, abgeschlossen. Laut Dr. P. Anders Ingemarsson, Präsident und CEO von Makino Europe, konnte signifikantes Wachstum im Exportgeschäft die Schwäche des japanischen Marktes kompensieren. Unterm Strich sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 153 641 Millionen Yen (1179 Millionen Euro); in lokalen Währungen gerechnet steht ein Plus von 1,7 Prozent.

Während die Unternehmensgruppe in Japan einen Umsatzrückgang von 7,9 Prozent verzeichnete, wurden im Vorjahresvergleich und in lokaler Währung in allen anderen Regionen erhebliche Steigerungen mit Wachstumsraten von 10,3 Prozent (Amerika) 8,5 Prozent (Europa) und 4,2 Prozent (Asien ohne Japan) erzielt. Bei einem operativen Ergebnis von 9660 Millionen Yen (74,1 Millionen Euro) erwirtschaftete die Gruppe einen Nettogewinn von 7596 Millionen Yen (58,3 Millionen Euro)

Der Anstieg des Auftragsvolumens um mehr als 70 Prozent in Europa führt Makino auf Großaufträge aus der Luft- und Raumfahrt und eine bedeutende Verbesserung der Situation bei den Industriekomponenten zurückzuführen. Besonders positiv stellte sich Entwicklung in Frankreich, Italien, Spanien und Polen dar. „Die Investitionen in den Ausbau von Personal und Infrastruktur zahlen sich jetzt aus, und die Aussichten für das Finanzjahr 2017 sind vielversprechend“, betont Ingemarsson. Die positiven Marktbedingungen in Verbindung mit der Einführung einer breiten Palette neuer Technologien anlässlich der EMO 2017 im September würden den Aufschwung bis in die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres fördern.

Für den Geschäftsrückgang in Japan ist vor allem die Entwicklung im Werkzeug- und Formenbau verantwortlich, gefolgt von einer allgemeinen Investitionszurückhaltung während des gesamten Jahres. Für das laufende Finanzjahr erwartet das Unternehmen insbesondere in der Automobilbranche einen Anstieg des Investitionsvolumens, da zahlreiche neue Modelle vorgestellt werden.

Darüber hinaus setzten die Japaner darauf, dass nach der beachtlichen Investition in die Entwicklung neuer Bearbeitungszentren für Werkzeug- und Formenbauanwendungen für die Automotive-Industrie zusätzliches Wachstum generiert wird. Im vergangenen Januar eröffnete Makino zur Verstärkung seines lokalen technischen Supports ein neues Technologiezentrum in Nagoya.

Die positive Entwicklung des übrigen asiatischen Marktes ist hauptsächlich auf die Maschinenbaubranche zurückzuführen. In China verzeichnete das Unternehmen dank positiver Entwicklung der IT- und der Automotive-Branche einen deutlichen Anstieg seines Auftragsvolumens, und in Indien profitierten die Auftragseingänge von der wachsenden Nachfrage nach zwei- und vierrädrigen Kraftfahrzeugen sowie von einem erhöhten Bedarf an landwirtschaftlichen Anwendungen. Die Entwicklungen in China und Indien werden sich voraussichtlich im laufenden Finanzjahr fortsetzen.

Als Folge der Erweiterung von Smartphone-Funktionalitäten ist außerdem eine Belebung der Nachfrage nach High-End Werkzeugmaschinen zu erwarten. Um dem erhöhten Bedarf an Bearbeitungszentren im asiatischen Raum nachzukommen investiert Makino massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Singapur.

Anfang des Jahres konnte Makino Inc. seine Position in Nordamerika in zwei Schritten deutlich ausbauen: Auf die Eröffnung eines neuen Technologiezentrums im mexikanischen Monterrey folgte die Fusion mit Global EDM Supplies, einem Anbieter von Verbrauchsmaterialien für Erodiermaschinen. Der Geschäftsbereich SST Consumables von Makino kann aufgrund des Zusammenschlusses nun mit größerer Kundennähe und einer breiteren Produktviel-falt aufwarten und kann Kunden besser mit professionellen technischen Dienstleistungen und kompetentem Support unterstützen.

Obwohl der US-amerikanische Geschäftsbereich im Vergleich zum Finanzjahr 2015 einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnete, lagen die Auftragseingänge aufgrund eines geschrumpften Automobilmarktes und Verzögerungen bei Großaufträgen aus der Luft- und Raumfahrt hinter denen des Vorjahres zurück. Die vielversprechenden Aussichten in der Halbleiterindustrie und die zurückgestellten Aufträge aus der Luft- und Raumfahrt geben Anlass zu der Erwartung, dass das diesjährige Auftragsvolumen das Niveau voriger Jahre übersteigen wird.

Im Jahr seines 80sten Firmenjubiläums richtet Makino den Fokus auf modernste, innovative Technologien und hält eine Vielzahl von maßgeschneiderten Lösungen für Kunden der verschiedensten Branchen parat. „Auf der EMO im September wird Makino ein breites Spektrum innovativer Technologien vorstellen, wie beispielsweise horizontale und vertikale 5-Achs-Bearbeitungszentren, Erodierlösungen für Industriekomponenten und Anwendungen für den Werkzeug- und Formenbau sowie für die Luft- und Raumfahrt“, erklärt Ingemarsson. Diese seien allesamt für diverse Automationslösungen sowie Anwendungen im Umfeld von Industrie 4.0 vorbereitet. „Wir werden mit einem komplett neuen horizontalen 5-Achs-Bearbeitungszentrum für die Teilefertigung mit hoher Flexibilität und Steifigkeit aufwarten und freuen uns auf die Präsentation unserer hochdynamischen vertikalen 5-Achs-Maschinen für die Impellerfertigung, unserer neuen vertikalen 5-Achs-Bearbeitungszentren für die Hochleistungsbearbeitung von Spritzgusswerkzeugen für die Automobilindustrie sowie auf eine neue Generation an Erodiermaschinen.“

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