Komet will die digitale Zukunft aktiv gestalten

Werkzeughersteller setzt auf intelligente Lösungen – 2017 bislang zweistelliges Wachstum

Komet will die digitale Zukunft aktiv gestalten

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„Lenken oder Mitfahren? – Wie die Digitalisierung die Automobilproduktion verändert“, so lautete das Thema des Ideen-Forums+ der Komet Group, das am 4. Mai 2017 in Besigheim stattfand. Der Präzisionswerkzeughersteller setzt für die Zukunft auf intelligente, digitale Prozesslösungen.

Die Automobilbranche steht, wie auch die Zulieferindustrie, vor einem gewaltigen Umbruch. Themen wie Elektromobilität, vernetztes Fahren und die Digitalisierung der Automobilproduktion werden in den kommenden Jahren zu einer völlig neuen Marktdynamik führen. „Die Antriebsrevolution im Mobilitätsbereich wird eine Neuausrichtung der auf Automotive konzentrierten Unternehmen aus der Zerspanungsbranche erforderlich machen“, sagte Dr. Christof Bönsch, Geschäftsführer der Komet Group während eines Pressegesprächs anlässlich des Ideen-Forums+.

Gehörten die Produkte der Zerspanungsunternehmen bislang zu den Schlüsseltechnologien beim Verbrennungsmotor, so wird im Elektroauto die Zerspanung bei der Herstellung von Antriebskomponenten eine weitaus geringere Rolle spielen. Der Präzisionswerkzeughersteller hat dies frühzeitig erkannt: „Komet hat im Bauteilkomponentenbereich intelligente Lösungen entwickelt, die für die Automobilbranche im Zuge der Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen werden“, so Bönsch. Das schlägt sich mit auch vermehrt im Produktprogramm des Herstellers nieder: im Assistenzsystem Tool-Scope sowie bei mechatronischen Werkzeugen, bei digitaler Datenübermittlung, in verschiedenen Smartphone-Apps und intelligenten Werkzeugen. Laut Bönsch verbuchte die Komet Group bei digitalen Kundenlösungen einen zweistelligen Zuwachs.
Für die Zukunft sind die Besigheimer laut Bönsch mit der Zukunftsstrategie Komet 2026 sehr gut aufgestellt. Bis dato will die Komet Group ein Drittel des Umsatz mit digitalisierten Produkten erwirtschaften. Neben den digitalen Produkten wurde auch das neue Fräserangebot sehr gut von den Kunden nachgefragt. „Insgesamt ist das Jahr 2017 für uns sehr gut gestartet“, fasst Bönsch die Erfolge zusammen. „Besonders unsere Zuwächse 2017 in China und USA haben zu dem sehr guten Start beigetragen.“ Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Umsatz 2017 so bislang um einen zweistelligen Prozentsatz.
Generative Verfahren auf dem Vormarsch
Komet beschreitet auch in der eigenen Werkzeugherstellung neue Wege und setzt zunehmend auf generative Verfahren – sofern das dem Kunden Vorteile verspricht. So präsentierte das Besigheimer Unternehmen im Herbst 2016 neu konzipierte PKD-Fräser, deren Schneidenträger mittels 3D-Druck gefertigt werden. Dadurch lässt sich – abhängig vom Durchmesser – eine deutlich größere Zähnezahl realisieren, die zusammen mit einer HPC-optimierten Schneidengeometrie in der Anwendung um bis zu 50 Prozent höhere Vorschubgeschwindigkeiten ermöglicht. Der Werkzeughersteller nutzt zudem die freie Gestaltbarkeit der additiven Fertigung, um den Verlauf der Kühlkanäle im Inneren des Werkzeugs ideal auszulegen.
Mittlerweile werden verschieden Varianten der so erzeugten PKD-Fräswerkzeuge angeboten: Einschraub- und Schaftfräser sowie Monoblockwerkzeuge. Auch Bohrwerkzeuge mit generativ erzeugten Komponenten sind mittlerweile im Produktprogramm, darunter ein neues PKD-Werkzeug für Wasserstopfenbohrungen in Zylinderkurbelgehäusen. Es enthält besonders filigran gebaute, nur generativ herstellbare Spänespoiler, die Spanablagerungen im Bauteil verhindern. ■
Komet Group GmbHwww.kometgroup.com
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