EMO Hannover 2017 im Zeichen der Digitalisierung

Weltleitmesse der Metallbearbeitung präsentiert vernetzte Produktion in Aktion

EMO im Zeichen der Digitalisierung

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„Connecting systems for intelligent production“ – das Motto der EMO, die vom 18. bis 23. September 2017 in Hannover stattfindet, zeigt: Die weltgrößte Werkzeugmaschinen-Messe wird heuer im Zeichen der Digitalisierung stehen. So sind neben den Platzhirschen der Branche auch viele Trendsetter und Innovatoren der digitalen Transformation am Start, die ihren Teil dazu beitragen, dass die vernetzte Fertigung auf der Messe praktisch erlebbar wird.

Nach vier Jahren kehrt das wichtigste Event der Metallbearbeitung zurück nach Hannover. Rund 2200 Aussteller aus 45 Ländern werden auf der EMO ihre Produkte, Lösungen und Innovationen präsentieren. Der Auslandsanteil von 64 Prozent spricht einmal mehr für die internationale Bedeutung der Messe.

Zum roten Faden des Branchentreffs mutiert in diesem Jahr das Thema Digitalisierung – das macht bereits das Messemotto deutlich, das der Veranstalter VDW gewählt hat. Stand die EMO 2013 noch unter dem Thema „Intelligence in Production“, so liegt diesmal mit „Connecting systems for intelligent production“ der Fokus verstärkt auf der Vernetzung der intelligenten Produktionssysteme. „Es geht weniger um die physische Vernetzung von Maschinen, als vielmehr um eine neue Qualität der Kommunikation in der Produktion und um die Datennutzung“, macht VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer deutlich. „Dabei zeichnen sich zusätzliche technische Funktionen und neue Geschäftsmodelle ab.“

Ins selbe Horn stößt Carl Martin Welcker, EMO-Generalkommissar und zugleich Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): „Die wichtigste Aufgabenstellung für Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen ergibt sich aus der Digitalisierung. Exakt dieses Thema adressiert die diesjährige EMO Hannover.“ Die Messe trägt für ihn dazu bei, Hürden auf dem Weg zur digitalen Transformation zu nehmen.

Digitale Denke ist gefragt

Welcker bezeichnet Industrie 4.0 zudem auch als Mindset: Eine neue, „digital ausgerichtete“ Denkweise solle die Mitarbeiter auf Ideen bringen, wie sie Industrie 4.0 in die Tat umsetzen können – um im besten Falle marktfähige Lösungen zu entwickeln. Dieser Ansatz spiegelt sich auch im reichhaltigen Rahmenprogramm der EMO wider. So zeigt die Sonderschau „mav industrie 4.0 area“ zahlreiche Praxislösungen zur Digitalisierung und Vernetzung der Fertigung (siehe Kasten Seite 18).

Doch auch die klassischen Technologien, in denen quasi die DNA des deutschen Maschinenbaus steckt, bieten noch immense Potenziale, wie die vielen bemerkenswerten Entwicklungen der jüngsten Zeit zeigen. „Zum Beispiel steigt in der Messtechnik, der Antriebstechnik oder auch der Laserstrahlquellen kontinuierlich die Qualität von Werkzeugmaschinen“, berichtet
Prof. Eberhard Abele, Präsident der WGP (Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik) – einem Zusammenschluss führender deutscher Maschinenbau-Professoren. „Daher werden klassische Technologien den Ruf der deutschen Maschinen in Bezug auf Präzision, Verfügbarkeit, Effizienz und Produktivität auch für die Zukunft garantieren.“

Vor diesem Hintergrund veranstalten VDW und WGO erstmals das Forschungssymposium „Production of tomorrow“, in dessen Rahmen neueste wissenschaftliche Entwicklungen präsentiert werden. „Wir wollen mit diesem Symposium die Aufmerksamkeit sehr bewusst auf genau solche Innovationen lenken, die unabhängig vom Vernetzungsgedanken die High-End-Qualität von Werkzeugmaschinen auch für die kommenden Jahre garantieren werden“, betont Abele.

Additive Manufacturing auf dem Weg in die Produktion

Ein weiterer Trend bleibt die additive Fertigung. „Was auf der EMO Hannover 2013 noch weitgehend auf die Prototypenfertigung beschränkt war, wird als Prozess zunehmend Bestandteil der industriellen Produktion“, so Schäfer. Gerade bei dieser relativ jungen Fertigungstechnik bestehe noch viel Raum für Entwicklung. Das Marktpotenzial ist jedenfalls groß. „Nach der Kommerzialisierung in den 1990er Jahren hat sich der 3D-Druck von Metallen als attraktives Fertigungsverfahren nicht nur für Prototypen etabliert“, urteilt Dr. Bryony Core, Technology Analyst beim britischen Marktforschungsunternehmen ID Tech Ex. Bis 2028 werde dieser Markt auf ein Volumen von 12 Milliarden Dollar anwachsen.

Entsprechend adressieren in Hannover gleich zwei Veranstaltungen das zukunftsträchtige Thema: „Chancen und Perspektiven additiver Fertigung“, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing, sowie die „International Conference on Additive Manufacturing“, ausgerichtet von Cecimo, dem europäischen Dachverband der Werkzeugmaschinenhersteller.

Weitere Veranstaltungspunkte im Rahmenprogramm der EMO adressieren die Themen Zerspanung in der Luft- und Raumfahrtindustrie, Sicherheit von Werkzeugmaschinen, die Entwicklung der Märkte USA, Mexiko, Indien, Start-ups für die intelligente Produktion sowie Nachwuchswerbung.

EMO Hannover 2017
www.emo-hannover.de


Sonderschau zeigt Industrie 4.0 in der Praxis

Digitalisierungs-Knowhow in konzentrierter Form bietet auf der EMO die Sonderschau „industrie 4.0 area“, die vom Messeveranstalter VDW in Kooperation mit mav organisiert wird. In Halle 25 stellen zahlreiche Hersteller Praxislösungen zur Digitalisierung und Vernetzung der Fertigung vor. Auch neun renommierte Forschungsinstitute sind mit Demonstratoren ihrer Projekte am Start.

Integriert in die industrie 4.0 area ist das hochkarätig besetzte Fachforum: Vom 19. bis 22. September erwartet die Besucher an vier Tagen ein umfangreiches Vortragsprogramm, das über konkrete Lösungen zur Digitalisierung der Produktion informiert. Auf dem Gemeinschaftsstand und dem Forum stehen während der gesamten Messezeit Experten führender Unternehmen und Forschungseinrichtungen für weitergehende Fragen und Networking zur Verfügung.

mav industrie 4.0 area
www.mav-online.de/industrie-4-0-area-2017
EMO Halle 25 Stand B60

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