Integriertes Handlingsystem umfasst 70 Elektrodenplätze und acht Paletten Universell und hoch dynamisch zu enormer Spindelauslastung

Integriertes Handlingsystem umfasst 70 Elektrodenplätze und acht Paletten

Universell und hoch dynamisch zu enormer Spindelauslastung

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Wenn sie das kann, dann ist es unsere Maschine – mit dieser Einstellung waren die Verantwortlichen der Bernd Manthei Zerspanungstechnik bei OPS-Ingersoll in Burbach, um die Fräsmaschine High-Speed Eagle V9 zu testen. Das nötige Bauteil hatte man als Datensatz mitgebracht. Konkret ging es um die 5-Achs-Simultanbearbeitung eines Werkzeugstahls 1.2343, HRC 46, mit einer Höhe von 350 mm. Die Ergebnisse waren durchweg positiv.

Lange Zeit wurden die Grafitelektroden mit einer 3-Achsenmaschine gefräst. Bekanntlich wächst man aber mit seinen Aufgaben. Und so wurden mit dem intensiven Einstieg in den Formenbau die Bauteile und Elektroden komplexer, die notwendigen Stückzahlen stiegen.

Deshalb war man in Dautphetal auf der Suche nach einer Maschine, mit der man 5-Achs-Simultanfräsen konnte. Grundvoraussetzungen waren eine Steuerung von Heidenhain und eine HSK-E50-Spindel für den universellen Einsatz, denn die Maschine sollte neben den Grafitelektroden auch mit der Bearbeitung von Schiebern, Einsätzen aus Stahl und weiteren unterschiedlichen Werkstoffen ausgelastet werden.

Der Eagle V9 von OPS-Ingersoll begegnete Geschäftsführer Bernd Manthei erstmals auf der AMB. Es folgten zunächst aber der Erfahrungsaustausch mit bekannten Werkzeug- und Formenbauern, Werkzeugherstellern sowie ein intensiver Benchmark. Und so fuhr Bernd Manthei mit den verantwortlichen Mitarbeitern nach Burbach, um die Maschine bei OPS-Ingersoll vor Ort zu testen: „Zunächst haben uns unterschiedliche Dinge sofort überzeugt. Das war der Arbeitsraum. Das heißt, die Kompaktheit zu den möglichen Verfahrwegen. Mich hat aber auch der doppelte Gantry-Antrieb begeistert, denn die Hauptverfahr-Bewegungen kommen bei dem Konzept aus der Maschine und nicht aus dem Tisch. Trotzdem ist die V9 eine hoch dynamische Maschine. Solch eine Kombination zu finden, ist schwer. Zumal es in diesem Bereich sehr schwierig ist, ein objektives Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln“, sagt Manthei. „Wir hatten für die Tests aber auch Bauteile als Datensätze dabei und waren uns einig, wenn die Maschine ein bestimmtes Bauteil kann, dann ist das unsere Maschine. Die Eagle V9 HSK (HSK E50, 36 000 min-1, 17 kW) konnte es. Deshalb haben wir uns für die universellste Maschine entschieden.“

Seit 18 Monaten ist die High-Speed Eagle V9 in Dautphetal nicht mehr wegzudenken. Gefräst werden damit bis zu 30 Prozent Elektroden und 70 Prozent Stahl. Wesentlichen Anteil an dieser enormen Auslastung hat das integrierte Handlingsystem. 70 Elektrodenplätze plus acht Paletten. Eine Automation, an die eine zweite Maschine angebunden werden könnte und so auch Bernd Manthei beeindruckt hat. Trotz dieser Automatisierungslösung ist es natürlich schwer, solch eine Maschine mit Elektroden auszulasten. Zumal es zu einer enormen Differenz zwischen Programmier- zur reinen Fräszeit kommt.

Eine Herausforderung, die für den Geschäftsführer allerdings nicht allein steht: „Neben der Elektroden sind auf der Maschine natürlich Langläufer in Stahl ideal. Mit Kontureinsätzen, Schiebern et cetera haben wir aber diese Werkstücke. Das sind teilweise Laufzeiten bis zu drei Tage. Dabei gehen wir kontinuierlich an die Leistungsgrenzen der Maschine. Die V9 ist aber auch eine logistische Herausforderung, denn man muss viele Programme im Vorlauf haben, um das zu nutzen was sie bietet. Das war uns bewusst. Wir mussten inzwischen allerdings unsere Programmierkapazität um 75 Prozent erhöhen.“ Zusätzlich hat man noch in eine neue Messsoftware investiert, mit der auf der Maschine 5-achsig vermessen wird. Mit einem optischen System hat man gegengemessen und festgestellt, die Ergebnisse stimmen zu 100 Prozent. Demnach ist die High-Speed Eagle V9 die genaueste Maschine bei Manthei. Und wohl auch die universellste, denn gefräst wird darauf Stahl, auch gehärtet bis HRC 53, Aluminium, Grafit, Kunststoff, etc. In diesem Zusammenhang hat man auch erstmals die Schmiereigenschaften von Aerosol entdeckt. Man ist von dem ATS Aerosol Kühlsystem mit IKZ so begeistert, dass man schon mit dem Gedanken spielt, auch andere Maschinen damit auszurüsten.

Wie flexibel der universelle Einsatz der V9 aber sein kann, machen zahlreiche Beispiele deutlich. So kann man mittlerweile in Segmenten anbieten, die früher nicht bedient werden konnten. Das führt dazu, dass man jetzt auch strategisch anders denkt. Das heißt, das Fräsen auf den großen Bearbeitungszentren wird je nach Kapazität auch mal abgebrochen, eine Elektrode gefräst und erodiert. Außerdem kann die Maschine durch die Automation nachts und am Wochenende mannlos laufen.

Bernd Manthei Zerspanungstechnik & Formenbau GmbH & Co. KG
www.bernd-manthei.de

OPS-Ingersoll GmbH
www.ops-ingersoll.de
EMO
Halle 12 Stand D59

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