Mannlose 5-Achs-, 5-Seiten-Komplettbearbeitung Flexibilität dank neuer Hochportal-Baureihe

Mannlose 5-Achs-, 5-Seiten-Komplettbearbeitung

Flexibilität dank neuer Hochportal-Baureihe

Anzeige
Die Edag Engineering GmbH versteht sich als Partner der Mobilitätsindustrie. Sie begleitet die Kunden in allen Phasen des Fahrzeugentwicklungsprozesses, vom Design über den Modellbau bis zur Produktionsanlage. Sirtec sichert mit einem neuen Konzept die Flexibilität im Modellbau.

Der Großteil der gestalterischen Kreativleistung findet heute digital und dreidimensional am Computer statt. Umso wichtiger sind physische Modelle, will der Designer ein Produkt optisch und haptisch begutachten. Udo Röbig, bei Edag verantwortlich für die Bereiche Modellbau und Zerspanungstechnik: „Wir fertigen 1-zu-1-Modelle für verschiedene Entwicklungsstadien – vom Designmodell über Aeromodelle für den Windkanal bis hin zu Datenkontroll- oder Klinikmodellen – und das für sämtliche Bereiche der Mobilitätsindustrie.“

Klinikfahrzeuge für die abschließende Produktbegutachtung durch einen ausgewählten Entscheiderkreis bieten alle Funktionalitäten und sind im Exterieur und Interieur identisch mit dem Produkt, wie es in Serie gehen soll. Alle Spaltmaße und Übergänge müssen perfekt sein. Bei komplett zu vermessenden Datenkontrollmodellen, dem letzten Schritt vor der Serienfreigabe, liegen die Konturgenauigkeiten im Hundertstelbereich. Ein Modell kann aus bis zu 1500 Einzelteilen bestehen, welche auf Klein- und Großmaschinen gefertigt werden.

Für das Fräsen von 1:1-Fahrzeugmodellen werden Portalmaschinen verwendet. Ein älteres Modell stand 2015 zum Austausch an. Zunächst dachte man über ein Retrofitting nach, fand schließlich jedoch eine Perspektivlösung beim Werkzeugmaschinenbauer Sirtec in Rüthen, einem Spezialisten für konfigurierbare Portalfräsmaschinen zur 5-Achs- und 5-Seitenbearbeitung von Großteilen.

Impulsgeber für den Umdenkprozess war Röbig selbst: „Bei uns ist Sirtec in Person des geschäftsführenden Gesellschafters Hubert Henneböhl vor allem für zuverlässige und hochflexible Wartungs- und Servicearbeiten bekannt, die Sirtec bei uns im Haus seit 1998 herstellerunabhängig übernimmt. Seine Arbeit an den Maschinen endet erst, wenn diese wieder laufen; die Expertise im Werkzeugmaschinenbau ist außergewöhnlich. Diesen Eindruck verstärkte ein Besuch in Rüthen, als ich die Maschinen sah, die Sirtec in Eigenregie baut. Ich war also guter Dinge, dass wir dort mit unserem Anliegen an der richtigen Adresse sind.“

Dieses Anliegen umfasste nicht weniger als das Schruppen und Schlichten besagter Bauteilgrößen, ausgeführt in sämtlichen Werkstoffen bis hin zu Stahl mit hoher Dynamik und hoher Leistung.

Neues Konzept: Schieber statt Stößel

Geliefert wurde nach einer einjährigen Projektierungs- und Realisierungsphase eine 5-Achs-Hochportal-Fräsmaschine vom Typ Mattec 65-35-40 high. Mit X/Y/Z-Verfahrwegen von 6700/3550/2100 mm bietet diese Maschine die gewünschten Abmessungen für ein komplettes Fahrzeug, das aufgrund der großzügig dimensionierten Z-Achse bei entsprechendem Spannmittelaufbau auch an der sechsten Seite von schräg unten bearbeitet werden kann.

In das neue Hochportal-Konzept sind innovative Ideen eingeflossen: Die günstigen Proportionen mit einer höheren Y-Achse haben positive Auswirkungen auf die Gewichtsverteilung, was wiederum der Dynamik zugute kommt. Beschleunigungen bis zu 3 m/s2 statt den im Portalbereich üblichen 0,5 m/s2 sind die Folge. Zudem fährt statt eines Stößels (RAM) in der Z-Achse ein Schieber auf einer Schiene auf und ab.

Die Vorteile dieses Prinzips: konstante Führungsabstände zur Spindelnase bei höherer Steifigkeit sowie Trägheitsmomente, die stets in Bewegungsrichtung liegen und Kippneigungen unterdrücken. Unterm Strich bedeutet dies geringere Ratterneigung gerade in extremen und ungünstigen Bearbeitungspunkten, bessere Oberflächen im kompletten Arbeitsraum, auf die es beim Schlichten zur optischen Designbegutachtung besonders ankommt, und in Summe eine höhere Prozesssicherheit für den bedienerlosen Betrieb.

Hinzu kommt, dass die Maschine trotz des üppigen Z-Verfahrwegs von 2100 mm in der Gesamthöhe unter 6 m bleibt. Henneböhl: „Die Herausforderungen im Großmaschinenbau lauten: Masse, Beschleunigung, Auslenkung und Hebelarm. Für das Schruppen von Modellbauwerkstoffen und das Schlichten von Stahl haben wir hier konzeptionell ein Optimum gefunden, das belegen Beschleunigungs- und Konturmessungen.“

Maßgeschneiderte Maschine überzeugt

Das abschließende Fazit von Udo Röbig: „Sirtec hat uns diese Maschine auf den Leib geschneidert und am Stellplatz innerhalb der räumlichen Gegebenheiten den maximalen Verfahrweg aus allen Achsen herausgeholt. So fährt der Gabelkopf bei Bedarf sogar in das Gehäuse ein, was wieder ein Plus an nutzbarem Arbeitsweg bedeutet. Die Verlässlichkeit und die Flexibilität im Service stehen bei Sirtec sowieso außer Frage. Ein rundum gelungenes Projekt also für beide Seiten.“ Hubert Henneböhl kann dies nur bestätigen: „Edag erhielt das erste Modell unserer neuen Hochportal-Baureihe mit Schieber, die hier gemeinsam mit dem Kunden ihren letzten Schliff erhalten hat. Ein kleineres Modell mit 2,5 mal 3,5 Meter Arbeitsfläche und eigensteifem Fundament ist schon in der Vorbereitung.“

Edag Engineering GmbH
www.edag.de

Sirtec GmbH
www.sirtec.de

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

industrie 4.0 area 2017

Besuchen Sie uns auf der industrie 4.0 area und sichern Sie sich hierfür Ihr kostenloses Tagesticket!

8. Medizintechnisches Kolloquium

Am 28.11.2017 findet bei Chiron in Tuttlingen das 8. Medizintechnische Kolloquium statt. Merken Sie sich diesen Termin bereits vor!

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Hier finden sie alle Webinare unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Hier finden Sie alle Whitepaper unserer Industrieseiten
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de